Kulturszene Franken - Report

ALPHÖRNER SAMMLUNG FRANZ SCHÜSSELE

Artverwandte & kuriose Naturinstrumente aus der ganzen Welt

 

Schon seit der vorgeschichtlichen Hirtenkultur, gibt es hornförmige Blasinstrumente. Anfänglich wurden sie aus Muscheln, Tierhorn, Knochen, Rinde oder Holz und später aus Ton, Kupfer und Blech hergestellt. Der archaische Klang der Naturhörner erweckte bei religiösen Zeremonien gewiss einen ehrfürchtigen Eindruck. Sie wurden außerdem eingesetzt um das Wetter zu beeinflussen, Dämonen zu vertreiben und sogar zur militärischen Feindabschreckung. Ebenso wie Menschen reagieren auch Tiere auf Töne bzw. Musik. Dieses Wissen war beim Hüten von Tieren äußerst wirksam. So ließen sich Kühe vom Klang des Hirtenhorns beruhigen oder auch zum Melken anlocken. Auch das Alphorn ist in seiner Sonderform ursprünglich ein Hirtenhorn gewesen. Bis Mitte des letzten Jahrhunderts klang in vielen Gemeinden des Hersbrucker Landes mehrmals täglich der auf dem hölzernen Langhorn geblasene Hirtenruf. Kühe der Gemeinde kamen daraufhin zusammen und wurden auf die Hutanger getrieben. Auch diente das Horn durch die Bandbreite der Rufe als weithörbares Verständigungs- und Signal-Instrument. In der Wanderausstellung des Sammlers Franz Schüssele - ein bekannter Musiker, Komponist und erfahrener Lehrbeauftragter für Posaune und Bläserkammermusik - befinden sich neben historischen Hörnern aus vielen Ländern Europas, Afrikas, Südamerikas und Asiens auch einige Kuriositäten!

Text: Nadja Thon eingestellt: Freitag, 12.06.2015
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