Aus dem Leben der Franken

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Fränkischer Paukenschlag

aus Wochenmarkt Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, eingesandt am 11.08.04

 

 

Dichtes Gedränge auf der Orgelbank

aus der Windsheimer Zeitung, eingesandt am 30.03.04

 

 

Ansichtssache

 

aus einem Programmheft - eingesandt aus Karlstadt am Main, 26.03.2004

 

 

Glosse

Daß ein Fußballspieler aus seinem sonntäglichen Arbeitseinsatz mit einem dicken weißen Turban nach Hause kommt, ist nichts Ungewöhnliches. Daß aber Zuschauer an solch einem Festtag so eins auf die Mütze bekommen, daß diese daheim von der Ehefrau mit der Seilwinde abgezogen werden muß, wohl eher. Doch das gibt es. So zum Beispiel am vergangenen Sonntag in Nürnberg / Ziegelstein.

Als ein Kreisliga-Spieler des DJK BFC Nürnberg im Spiel gegen die Turnerschaft Fürth etwas in die Fangemeinde der gegnerischen Fußballverehrer hineinrief, war dies wohl eine Aufforderung, die nicht sonderlich gut ankam. Jedenfalls brachen umgehend ca. hundert Kubikmeter Kampfeslust aus dem Gästeblock und ergossen sich hinein ins Spielfeld.

Die vorletzte Strophe von dieser Sportballade: ein nicht gerade kleines Polizeiaufgebot blockierte durch geschickte und schon oftmals durchexerzierte Stellungswechsel die Freiräume und  Zickzackwege der hochrotköpfigen Aufgeregtheit, bis endlich wieder Frieden eingekehrt war.

Die letzte Strophe: Frau Onkel Doktor, diensthabend Wachliegende im nahegelegenen Krankenhaus, rief sechs Teilnehmer des Kampfspektakels zu sich in die Nähstunde.

Aber was jetzt? -

Es wird wohl zu einem Versöhnungsspiel kommen. Zu einer vielgeliebten Geste, die meist mit der Bezeichnung "Freundschaftsspiel" durch die Fußballäcker pflügt.

"Ja, sou mach merr des, ower dann: Freindla, Freindla !!!"

 

Autor: Dieter Waag

eingestellt 16.März 2004